Radrunde zum Meyenburger Schloss und die Retzower Heide

Radrundtour vom Plauer See zum Meyenburger Schloss und zurück durch die Retzower Heide

  • Region: Süd
  • Länge: 44 km
  • Höhendifferenz: 47 m
  • Niveau: Leicht bis Mittel 
  • Zeit: 3:45 h (bei 12 km/h ohne Pause)

Die Strecke führt Sie südlich des Plauer Sees zum Meyenburger Schloss und zurück durch das Naturschutzgebiet Retzower Heide.

Highlights und Must-Sees an der Strecke

Seeluster Bucht: Die schönste Badestelle der Stadt Plau am See mit grüner Liegewiese, Spielplatz, WC und Imbiss.

Bad Stuer: Seehotel Stuersche Hintermühle mit einer empfehlenswerten Kuchenauswahl.

Bärenwald Müritz: Der Bärenwald Müritz bietet Bären aus schlechter Haltung seit 2006 ein tiergerechtes Zuhause. In dem insgesamt 16 Hektar großen Freigehege leben derzeit 16 Braunbären. Besucher können die Bären auf einer Wanderung durch den Wald erleben und an einzelnen Stationen mehr über diese interessanten Wildtiere erfahren. Die Bären finden hier einen Lebensraum, der ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht: eine abwechslungsreiche Landschaft mit Mischwald, Wiesenflächen, Waldlichtungen, Hanglagen und einem natürlichen Wasserlauf. Dies sind optimale Voraussetzungen für Braunbären, um ihr natürliches Verhalten wiederzuentdecken und ausleben zu können.

Eisvogeltal: Der Stuersche Bach in seinem Gesamtverlauf vom Kogeler See über die Vordermühle bis zur Mündung in den Plauer See durchschneidet einen Endmoränenzug und fällt in seinem relativ kurzen Lauf als schnell fließendes Gewässer um insgesamt 28 m in die Tiefe. Nach dem Passieren der Stuerschen Vordermühle geht es links den Hohlweg zur Chaussee hinauf. Rechts im Winkel zwischen Weg und Straße befindet sich im Wald ein bronzezeitliches Hügelgrab.

Stuer: Dorfkirche Stuer, ein absolut sehenswertes Highlight auf der Route. Auch für Nicht-Kirchengänger gibt es hier eine Menge zu entdecken.

Tönchow: Das Gut Tönchow ist von Karl von Flotow gestaltet worden, der Gutspark ist heute noch teilweise erhalten. In der Nähe befindet sich das Quellgebiet der Dosse. Entlang der Feld- und Wiesenflächen der Dosse befinden sich Rastplätze von zahlreichen Wildtieren, Kranichen, Graugänsen, Kiebitzen. Alle Kartoffeln, die im Falk Seehotel Plau am See serviert werden, stammen von Tönchower Äckern.

Meyenburg: Evangelische Pfarrkirche mit in der Grundsubstanz spätgotischem Saalbau und Chor, Schloss Meyenburg

Meyenburger Schloss: Das Schloss Meyenburg in der Landstadt Meyenburg in der Prignitz ist ein ehemaliger Adelssitz der Familie von Rohr, der heute vor allem als Modemuseum genutzt wird. Das Schloss Meyenburg war vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1914 Eigentum der Familie von Rohr, die aufgrund ihres Reichtums zu den dominierenden Familien der Prignitz gehörte. Die Bausubstanz bezieht Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Meyenburg mit ein und stammt aus dem 15. Jahrhundert, der Rest geht auf Bauten des 16. Jahrhunderts zurück. Die Sanierung und Instandsetzung in den Jahren 1996–2002 stellte den Zustand von 1866 wieder her.

Der Schlosspark geht auf eine Anlage durch den Berliner Hofgärtner Fink im Jahr 1868 zurück, die über die Jahre stark verwilderte und 1997 restauriert wurde.

Das Modemuseum Schloss Meyenburg zeigt Teile der umfangreichsten europäischen Modesammlung von Kleidermode des 20. Jahrhunderts von 1900 bis 1970, die von der Ost-Berliner Sammlerin Josefine Edle von Krepl zusammengetragen wurde. Von Krepl eröffnete in der DDR die erste Boutique in Ost-Berlin. Nach der Ausreise im Frühjahr 1989 kehrte die österreichische Adlige nach der deutschen Wiedervereinigung an den Prenzlauer Berg zurück.

Naturschutzgebiet Marienfließ (Retzower Heide): Der nördliche (Mecklenburger) Teil umfasst 1000 ha. Die Mecklenburger bezeichnen ihn als „Retzower Heide“. Die Retzower Heide war bis 1945 ein zusammenhängendes Waldgebiet. Die Rote Armee wollte dort einen Militärflugplatz anlegen; die Alliierten waren aber dagegen. Der Wald wurde gerodet und der braune Boden mit Metallplatten degradiert. Zu einer Flächenversiegelung kam es nicht. Es entstand ein Schießplatz für Kampfhubschrauber aus Mirow. Das Westende der Feldflugbahn diente als Bombenabwurfplatz. Von der Kaserne und den Wirtschaftsgebäuden sind so gut wie keine Spuren erhalten. Durch die abgelegene Lage ist diese Fleckchen Erde heute nahezu unberührt. Geprägt sind die Flächen durch ausgedehnte Ginsterheiden in unterschiedlicher Ausbildung sowie großflächige Magerrasen, zum Beispiel Grasnelkenfluren, Straußgräser und Silbergras.

Gnevsdorf: Neben dem einzigen Lehmmuseum in Deutschland findet man hier den sympathischen Kutscher Hermann Pries, der eine gerne auf eine Kremsertour oder Kutschfahrt durch die Retzower Heide mitnimmt; die neugotische Backsteinkirche mit einem Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert.

Philosophenweg Plau am See: Hier stehen viele Villen aus Zeiten der Berliner Sommerfrische in den 20er und 30er Jahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.