Die Plauer Backstein-Route

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Radrundtour zu den schönsten Backstein-Bauten westlich des Plauer Sees

  • Region: West, Süd
  • Länge: 53 km
  • Höhendifferenz: 53 m
  • Niveau: Leicht bis Mittel 
  • Zeit: 4:30 h (bei 12 km/h ohne Pause)

Rot leuchten die Kirchtürme und Stadttore, die Bürgerhäuser und Klostermauern. Die Landschaften ringsum die Ostsee und die Seenplatte sind geprägt von mittelalterlichen Backsteinbauten, ihrer einzigartigen Architektur und ihrer warmen Ausstrahlung. Dort, wo kein Naturstein vorkommt, entwickelte sich eine Bauweise, die auf der wiederentdeckten Tradition der gebrannten Lehmquader fußte und doch in eine neuartige Formensprache führte. Das Farbspiel des gebrannten Tons, seine raue Oberfläche und die Variationsbreite der Bauformen, die sich um den flachen Stein aufbauen ließen, machen Backstein zu einem faszinierenden Baustoff. Seriell gefertigte Formsteine ermöglichten eine spielerische Kombination unterschiedlicher Einzelformen. In den mittel- und nordeuropäischen Küstenländern um die Ostsee erlebte der mittelalterliche Backsteinbau seine bedeutendste und flächendeckende Ausprägung. Diese zahlreichen Beispiele der Backsteingotik entlang der Küsten und bis weit ins Binnenland hinein zeugen von einer reichen und beeindruckenden Baukultur.

Unsere Backsteinroute für das Fahrrad führt Sie von Plau am See über Gnevsdorf, Vietlübbe, Karbow, Kreien, Lübz, Schleuse Bobzin, Kuppentin, Plauerhagen und zurück nach Plau am See.

Hier entdecken Sie zahlreiche Beispiele dieses prägenden Baustil in den zahlreichen Schlösser, Guts- und Parkanlagen und den mittelalterlichen Kirchen mit Feldstein- und Backsteinmauerwerk.

Highlights und Must-Sees in Backsteinrot an der Strecke

(bei den Highlights auf dieser Route beschränken wir uns auf die Ausweisung der Back- und Feldsteingebäude entlang des Weges)

Gnevsdorf: Kirche im gotischen Backsteinstil mit 52 m hohem Turm

Vietlübbe: neugotische Backsteinkirche mit achteckigem Chor

Karbow: Feldstein-Fachwerkkirche

Kreien: Rechteckige Feldsteinkirche

Lübz: Burgturm, Wassermühle

Bobziner Schleuse und Wasserkraftwerk: Hier wird eine Höhendifferenz von knapp 7 m überwunden.

Kuppentin: das Gutshaus mit Wirtschaftsgebäude, die Fachwerkkirche mit 1 m starker Feldsteinmauer

Daschow: Das Schloss Daschow wurde als Gutshaus errichtet, zeitweilig als Jagdschloss genutzt, steht heute unter Denkmalschutz. Im Zuge der Bodenreform erhielten auch Flüchtlingsfamilien Ackerland. Das Schloss diente damals als Unterkunft für Flüchtlinge und Umsiedler aus den ehemaligen Ostgebieten und wurde danach als Wohnraum genutzt. In den folgenden Jahren waren im Schloss eine Arztpraxis und die Verkaufsstelle des Konsums untergebracht. Danach wurde es auch als Ferienheim und Gaststätte genutzt. Der über ein Hektar große Gutspark war teilweise Gartenland geworden. Die landwirtschaftliche Flächen nutzte die LPG. 1973 übernahm dann die LPG Gut Karow den gesamten Besitz. Die Gärten hatte man aus dem Park entfernt und mit Hilfe des Försters den Weg um den Daschower See mit Eichenpfählen wieder begehbar gemacht. Nach der Wende hatte 1991 die Treuhandanstalt das Schloss an das Nürnberger Bildungsinstitut bfe-Bildungspark zur Nutzung als Erwachsenenbildungsstätte und Hotelfachschule übergeben. 1997 konnte nach Abschluss der aufwendigen und denkmalgerechten Restaurierung, auch mit Fördermitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das Schloss wieder eröffnet werden. 2005 wurde es an einen Hedgefond verkauft und danach versteigert. 2008 endete dann der Hotelbetrieb. Nach jahrelangen Leerstand wird derzeit das Gebäude privat genutzt.

Plauerhagen: Fachwerkkirche

Plau am See: Burganlage Plau am See mit Burgmuseum und Verlies, Rathaus, Kirche St. Marien

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